Hochsee-Angeln

Hochsee-Angeln auf den Seychellen

Auch die Angler kommen auf den Seychellen nicht zu kurz, denn der mehr als artenreiche Indische Ozean ist ein wahres Paradies für alle, die gerne die Angelrute auswerfen. Vor fast allen Inseln kann man auch Hochsee-Angeln und das immer ohne Angelschein, denn der wird auf den Seychellen nicht verlangt. Es gibt aber auch strenge Auflagen, damit das empfindliche Ökosystem auch vor der Küste der Inseln nicht beschädigt wird. Wer sich an die Regeln hält, der kann auf den Seychellen einen unvergesslichen Angelurlaub erleben.

Angeln kann man auf den Seychellen praktisch das ganze Jahr über, denn die Inseln liegen außerhalb des sogenannten Zyklongürtels und die Bedingungen sind konstant. Es gibt aber für jede Form des Angelns eine bestimmte Saison und man sollte sich besser vor Antritt der Reise genau informieren, wo und wann mit was geangelt werden darf und welche Form des Köders erlaubt ist. Diese Beschränkungen gibt es, um die sensible Natur der Seychellen zu schützen und den Artenreichtum zu bewahren. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt, in den Gewässern vor den Inner Islands Curieuse, Ile Cocos, Port Launay und dem Marine Nationalpark von St. Anne zu fischen. Park Ranger patrouillieren in diesem Gebiet regelmäßig und wer sich nicht an das Gesetz hält, der muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Auch der Strand der Insel Aride gehört zum Island Nature Reserve, und auch hier ist das Angeln im Umkreis von 200 m verboten.

Das „Big Game“ Fischen, also das Hochsee-Angeln nach großen Fischen wie beispielsweise Haien, ist das ganze Jahr über vor den Inseln der Seychellen erlaubt, das Fliegenfischen aber nur in den Monaten zwischen November und Mai. Hochsee-Angeln hat einen ganz besonderen Reiz, aber man sollte als Angler nicht so schnell seekrank werden. Das gilt vor allem dann, wenn man vor der Küste der Amiranten Inseln fischen will, denn dort kann die See sehr rau und der Wellengang sehr hoch sein. Generell gilt, in Küstennähe sind die Wellen mit maximal zwei Metern moderat, aber je weiter sich das Schiff von der Küste entfernt, um so stärker wird der Seegang und umso höher schlagen auch die Wellen.

Hochseeangelboote sind mit einer größeren Anzahl starker Angelruten ausgestattet sowie mit mehreren fest verankerten Stühlen, auf denen die Angler angeschnallt werden, sobald der Kampf mit dem Fisch beginnt. Zu chartern gibt es sie auf Bird, Denis, Desroches sowie Mahé, meistens zusammen mit einem reviererfahrenen Skipper sowie ein oder zwei Hilfskräften. Größere Boote verfügen über Schlafstellen, sodass man mit ihnen auch länger auf See bleiben kann. Der Fang - Bonitos, Thunfische, Goldmakrelen, Wahoos, Barrakudas, manchmal auch Marlins und Seglerfische – gehört in der Regel dem Bootseigentümer.