Praslin

Praslin – ein Paradies für Naturliebhaber

Nach Mahé ist Praslin mit einer Breite von fünf Kilometern und einer Länge von zwölf Kilometern die größte Insel der Seychellen. Wer Praslin besuchen will, der muss zuerst nach Mahé und kann von dort aus in nur 15 Minuten nach Praslin fliegen, oder auch mit dem Boot übersetzen. Praslin ist für seine außergewöhnliche Schönheit, aber auch für seine einzigartige Natur bekannt, denn auf der Insel Praslin gibt es Tiere und vor allem Pflanzen, die man sonst nirgendwo auf der Welt finden kann.

Wer eine kleine Tour über die Insel machen will, der sollte sich entweder ein Fahrrad mieten oder aber mit dem Bus fahren, wobei das Fahrrad die bessere Wahl ist, denn Praslin ist flach und man kann leicht radeln und dabei die Naturschönheiten bewundern. Ein Gebirge trennt Praslin praktisch in zwei Hälften und wer im Südosten der Insel ist, der sollte einen Besuch im tropischen Regenwald von Praslin unbedingt einplanen, denn dort im Urwald kann man wunderschöne Entdeckungen machen. Einzigartig in jeder Beziehung ist der Valleé de Mai oder auch das Maital, wie er von Einheimischen genannt wird, denn um diesen Wald, der seit dem Jahre 1983 zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört, ranken sich sehr viele Legenden und Märchen, die man sich noch heute auf Praslin erzählt.

Das Valeé de Mai ist die größte und auch berühmteste Sehenswürdigkeit der Seychellen und ein dichter Urwald, in dem unter anderem die Coco de Mer zu Hause ist. Diese Seychellenpalme hat die größten Kokosnüsse, die es auf dieser Welt gibt, denn die Nüsse wiegen nicht selten 20 Kilogramm oder sogar mehr und haben eine etwas eigenwillige Form, die an das menschliche Hinterteil erinnert. Neben der Coco de Mer Palme wachsen im Maital aber noch weitere sechs Palmenarten, von denen einige endemisch sind. Im Wald kann man aber auch sehr seltene Vögel wie den Rabenpapagei, den Schwarzpapagei und auch den Dickschnabel Fluchtvogel sehen, drei Vogelarten, die nur auf den Seychellen heimisch sind. Auch einige Reptilien leben im Valleé de Mai, aber keines davon ist giftig. Sehenswert ist auch der Seychellen-Flughund, eine Fledermausart, die aber nur in der Dämmerung zu sehen ist.